So Is This. Now.

So Is This. Now. ist ein Wintersemesterprogramm der Klasse Bernstorff, das eine diskursive, filmhistorische Landschaft öffnet, offen für alle (Studierenden), denen an einer Auseinandersetzung mit Fragen von Repräsentation gelegen ist. Gibt es eine „institutional critique“ des Kinos? Wann agiert das Kinematographische als „philosophical toy“? Was geschieht wenn Performance, das ephemere Medium des Verschwindens auf Film trifft? Wie ragen die politischen Körper in den Kinoraum?

Immer mittwochs 17h im Kino Arsenal, Potsdamer Straße 2. Nachbesprechung Donnerstags in der Universität der Künste, Hardenbergstraße 33, Raum 205/226.

Mittwoch 19.10. 17:00
So Is This, Michael Snow Can 1982 16mm 45’
Standard Gauge, Morgan Fisher USA 1984 16mm 35’
Waiting, Nan Hoover USA 1982 10’
Now, Santiago Alvarez Kuba 1965 35mm 5’
Mit Einführung: Madeleine Bernstorff


Mittwoch 26.10. 16:30
Komplizinnen, Margit Czenki
BR Deutschland, 1987, 114’ 35mm
Einführung und Gespräch mit Margit Czenki

“Das ist meine Zeit, die will ich nicht absitzen, die will ich leben” – Zu sieben Jahren Knast ist Barbara gerade verurteilt, wegen Bankraubs. Zwei Jahre überlebt sie in strenger Einzelhaft, schlägt eigensinnig um sich, um nicht in Verboten und Verordnungen unterzugehen. Doch es gibt Pannen im Getriebe der Bürokratie, Lücken zwischen Gitterstäben und Mauern. Dort lebt sie, unbeobachtet, und beginnt, heimliche Kontakte zu knüpfen…

“…Ich war ganz erfüllt von den “Komplizinnen”; so intensiv hatte ich im Film den Knast noch nie erlebt, und gleichzeitig hatte ich das Gefühl, ein Werk gesehen zu haben, das für den deutschen Film wieder hoffen lässt, etwas exemplarisches, ein Meisterwerk oder so, mindestens. Aber sie Meisterin zu nennen war mir denn doch zu blöd – an was für Regeln sollte man “Komplizinnen” denn messen; es ging ja gerade um Regelverstösse, um das “trotzdem leben”.” Dietrich Kuhlbrodt, Szene Hamburg, 1987. http://www.margitczenki.net/komplizinnen.html

SO IS THIS. NOW.
Das Novemberprogramm der UdK-Klasse für zeitbasierte Medien und Performance dreht sich um Transgressionen: Das Heimisch-Unheimliche des Melodrams am 9.11. in Home Stories (Matthias Müller, 1990), ein mehrfacher 360-Grad-Schwenk in La Chambre (1972), erste Zusammenarbeit von Chantal Akerman und Babette Mangolte, und das Leben der Performer_innen: Tanz und Emotionen in Yvonne Rainers Lives Of Performers (1972). 1970 drehte die Schauspielerin Barbara Loden mit dem Kameramann Nicholas T. Proferes aus der Direct-Cinema-Schule ihren einzigen Film Wanda, „das opake, vieldeutige Territorium unausgesprochener Repression.“ (Bérénice Reynaud) (16.11.) Und am 23.11. ein semidokumentarischer Film über die Traumzustände einer 16-jährigen: Ich Denke Oft An Hawaii (1978) von Elfi Mikesch zusammen mit Weisse Reise (1979) von Werner Schroeter – „Abenteuerfilm, Home Movie und Brecht’sches Drama“ (Gerard Courant) geplant als „Alle Matrosen der Welt“. (Madeleine Bernstorff)

Donnerstag 27.10 11:00 -17:00 WORKSHOP “KOMPLIZINNENSCHAFT: SUBJEKTIVITÄT. KUNST. POLITIK.” mit Margit Czenki (Universität der Künste Berlin, Hardenbergstraße 33 / Raum 004) organisiert von Interflugs Lecture Series, der Veranstaltungsreihe der autonomen Studierendenorganisation der UdK Berlin

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